Handwerk

Wie diese Seite entsteht

Wer die Texte schreibt, wer sie prüft und was dabei von Hand geschieht.

01Wer schreibt und wer entscheidet

Diese Seite entsteht mit KI, und in diesem Umfang wäre sie ohne KI nicht entstanden. Bei einer Seite, die KI erklärt, ist das keine Fußnote, deshalb steht es hier und nicht im Kleingedruckten.

Die Aufteilung ist bei jedem Text dieselbe. Von mir kommen die Auswahl der Themen, der Aufbau, die Einordnung und das Urteil darüber, was stimmt und was hineingehört. Ein Agent mit Zugriff auf das Projekt recherchiert, formuliert Entwürfe, zeichnet die Grafiken und fährt die Prüfläufe.

Welches Modell dahintersteht, wechselt mit dem Markt, und am Verfahren ändert das nichts. Welche gerade mitarbeiten, ist im Modellkarten-Verzeichnis vermerkt: Dort steht an jeder Zeile, ob wir das Modell selbst einsetzen und wofür.

02Wie ein Text entsteht

Am Anfang steht eine Notiz, meist eine Frage oder eine These, die mir irgendwo begegnet ist. Daraus wird eine Recherche in den Originalquellen, daraus ein Entwurf, daraus eine Fassung, die ich lese.

Gelesen wird vollständig, nicht überflogen. Das ist der Schritt, an dem die meiste Zeit hängt, und der einzige, der sich nicht abkürzen lässt: Ein Entwurf, der flüssig klingt, kann trotzdem eine Jahreszahl vertauschen oder eine Behauptung enthalten, die in der Quelle so nicht steht. Beides ist hier schon passiert, und beides fällt nur beim Lesen auf.

Danach steht der Text in einer nicht öffentlichen Vorschau und wird von dort freigegeben. Erst mit der Freigabe geht er online.

03Woher die Belege kommen

Belegt wird aus Originalquellen: Verordnungen, Spezifikationen, Arbeiten, Ankündigungen der Hersteller, Datensätze. Ein Bericht darüber ist keine Quelle, auch wenn er den Anlass geliefert hat. Wer eine Nachrichtenseite zitiert, belegt die Berichterstattung statt der Sache.

Jede Quelle steht mit einer Kurzbeschreibung im Quellenregister, dazu das Datum, an dem sie zuletzt erreichbar war. Wo ein Text sich auf einen bestimmten Satz stützt, steht dieser Satz wörtlich dabei. Der Grund ist unangenehm einfach: Herstellerdokumentation nennt oft kein Datum und wird überschrieben statt versioniert. Ein Verweis auf so eine Adresse belegt den heutigen Stand statt des Standes, auf den ein Text sich beruft.

Ein täglicher Lauf prüft die Erreichbarkeit und kennt drei Ausgänge: erreichbar, nicht erreichbar und unklar. Unklar heißt, der Abruf selbst ist gescheitert, und dann wird am Eintrag nichts geändert. Eine Zeitüberschreitung ist eine Aussage über den Abruf, nicht über die Seite.

04Was die Maschine prüft und was nicht

Maschinell laufen die Sprachregeln dieser Seite, die Suche nach toten Adressen und toten Sprungzielen, der Hinweis auf Seiten, auf die niemand verlinkt, und die Auflösung jedes Kapitelverweises. Eine Kapitelnummer wird nirgends von Hand getippt, sie kommt aus dem Kapitel selbst. Wer es doch tut, bekommt keine gebaute Seite.

Nicht geprüft wird, ob ein Verweis an der richtigen Stelle steht, ob eine Aussage stimmt und ob ein Text hält, was seine Überschrift verspricht. Eine Maschine sieht, dass eine Seite erreichbar ist. Ob ein Leser sie an dieser Stelle erwartet, sieht sie nicht.

05Die Grafiken

Die Zeichnungen entstehen ebenfalls mit KI, und sie bleiben Zeichnungen. Zu jedem Vorhaben liegen drei fertige Entwürfe vor, aus denen ich einen auswähle; die anderen beiden verfallen. Geprüft wird gegen ein Regelwerk: Strichzeichnung, Farben nur aus dem Farbsatz der Seite, Beschriftung nur dort, wo sie etwas erklärt.

Auf dieser Seite steht kein erzeugtes Foto und keine erzeugte Aufnahme. Nichts hier gibt vor, die Abbildung von etwas zu sein, das es tatsächlich so gibt.

06Was nach der Freigabe nicht mehr geschieht

Nach der Freigabe fasst kein automatischer Lauf den Text noch an. Es gibt einen nächtlichen Lauf, der an offenen Punkten arbeiten darf, aber nur an solchen, die ich ausdrücklich dafür markiert habe. Er arbeitet auf einem eigenen Branch, veröffentlicht nichts und entscheidet nichts. Was dabei herauskommt, geht denselben Weg wie alles andere: lesen, prüfen, freigeben.

Diese Reihenfolge ist die Bedingung dafür, dass die Aussagen in Abschnitt 02 überhaupt halten.

07Was die KI-Verordnung dazu verlangt

Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50 der KI-Verordnung. Wer KI-erzeugte Texte über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse veröffentlicht, muss sie kennzeichnen. Die Pflicht entfällt, wenn ein Mensch den Text inhaltlich geprüft hat und eine benannte Person die Verantwortung für die Veröffentlichung übernimmt. Beides trifft hier zu: die Prüfung steht in Abschnitt 02, die Verantwortung im Impressum.

Eine Kennzeichnung an jedem Text ist damit nicht erforderlich. Diese Seite steht trotzdem, weil sich schlecht erklären lässt, wie Sprachmodelle arbeiten, während man verschweigt, dass die eigenen Texte mit ihnen entstehen.

Was an diesem Termin sonst noch anfängt, steht in der KI-Geschichte.

08Wenn etwas falsch ist

Bei einem Thema, das sich monatlich ändert, ist der Fehler der wahrscheinlichere Zustand eines Textes. Wer etwas findet, das nicht stimmt, schreibt mir; die Adresse steht im Impressum. Korrekturen sind der Sinn der Sache.

Stand: 29. Juli 2026

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